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Skandinavischer Winter aus Pappmaché

Mini-Landschaft aus Pappmaché, mit Milchkaseinfarben (Milkpaint) bemalt

(enthält Werbung) Irgendwie brauche ich Schnee, um das Gefühl zu haben: Es war richtig Winter! Geht dir das auch so? Dann habe ich hier das passende Rezept für dich!

Ich habe diesen Winter entdeckt, wie viel Spaß es macht, kleine Schnee-Landschaften aus Holz und Pappmaché zu bauen (eine kleine Galerie mit weiteren Landschaften findest du ganz unten). Es ist ein bisschen wie Spielen :-). Und wenn meine Mini-Häuschen fertig sind, dann kann ich jederzeit flugs einen kleinen Urlaub in Skandinavien machen – zumindest im Kopf.

Eine Besonderheit an dieser kleinen Häuserkulisse ist, dass sie komplett mit natürlichen, unbedenklichen Farben bemalt ist. Ich habe ja sonst viel mit Acrylfarben gemalt, aber mich zunehmend auch mit Alternativen dazu beschäftigt – im Herbst habe ich zum Beispiel Eitempera ausprobiert (Den Artikel dazu findest du hier). Jetzt wollte ich unbedingt noch Milchkaseinfarben testen. Die wunderschönen Farben der Firma “Oldfashioned Milkpaint” (Bezugsmöglichkeit hier) geben den bunten Häusern genau das richtige Outfit. In meinem nächsten Blogartikel werde ich noch genauer auf die Eigenschaften dieser speziellen Farbe eingehen.

Aber jetzt wollen wir erst einmal werkeln, oder? Also los!

Du brauchst:

  • ein Stück Holz als Baugrundstück für die Häuser (Rinde aus dem Wald, Treibholz, verwittertes Holz…)
  • etwas Pappmachéteig (das Rezept findest du hier)
  • ein Messer o.ä. zum Glätten
  • Feile (nicht zu grob!)
  • Farbe in Rot, Blau, Gelb und Weiß (z.B. natürliche Farbe wie Milkpaint)
  • verschiedene Pinsel
  • Marmeladendeckel (o.ä.), einen Teelöffel und Wasser – zum Anrühren der Farbe
  • schwarzer feiner Stift
  • Pappe in verschiedenen Dicken, schwarzen Fotokarton
  • Schere
  • Leim (z.B. Holzleim)
  • verschiedene Dekomaterialien: Lärchenzapfen, Ästchen, Holzstücke…

Und so geht es:

Zunächst formst du aus Pappmaché die Häuschen und stellst sie auf das Brett (Bei mir ist die Fläche, auf der sie stehen etwas schräg – deshalb muss auch die Standfläche angepasst werden). Die Menge und Größe der Häuser hängt von der Größe des Holzstückes ab, auf dem sie stehen sollen. Achte darauf, dass die Gebäude nicht zu gleich werden und dass die Gruppe später nicht zu symmetrisch aussieht. Du bekommst die Flächen übrigens mit einem Messer oder einem anderen Glättwerkzeug (s. Bild unten) schön glatt. Alles gut durchtrocknen lassen – bei mir hat es auf dem Ofen 2 Tage gedauert. Zwischendurch ab und zu wenden, dann geht es etwas schneller.

Mit der Feile glättest du nun die Kanten und Flächen etwas nach (es muss nicht perfekt glatt werden!). Pappmaché schrumpft beim Trocknen immer etwas und wird dadurch leicht uneben.

Nun wird die Farbe angerührt. Ich habe einen halben Teelöffel Farbpulver in einen Marmeladendeckel gegeben und einen halben Teelöffel Wasser hinzugefügt. Langsam und gründlich mit dem Pinsel verrühren und ein paar Minuten stehen lassen. Dann die Häuser farbig streichen. Trocknen lassen.

Auf dem Fotokarton werden nun mit weißer Milchkaseinfarbe und einem kleinen Flachpinsel die Fenster vorbereitet. Ich habe einfach einige Fenster in verschiedenen Formen gemalt (rechteckig, quadratisch oder mit kleiner Rundung oben). Falls es dir schwerfällt, die richtige Größe so “aus dem Handgelenk” zu malen, probiere lieber erst einmal aus, was zu den Häusern passt und male dir die Fenster mit einem weißen Buntstift entsprechend vor.

Etwas dickerer Karton wird für die Dächer benötigt. Schneide Streifen aus Pappe und knicke diese entweder in der Mitte oder schneide 2 Streifen pro Haus. Etwas Dachüberstand (nicht zu viel!) sieht immer gemütlich aus. Probiere es an den Häusern aus und schneide alles entsprechend zurecht. Die Dächer werden nun weiß gestrichen und aufgeklebt.

Nun geht es ans Zusammensetzen der Häuschen. Lege – bevor du Fenster oder Türen anklebst – alle Häuser vor dich hin, schneide die Fenster aus und positioniere sie. Lass Platz für die Türen (es sieht übrigens besser aus, wenn die Türen nicht alle die gleiche Position haben). Schneide jetzt die Türen in der passenden Größe zu. Ich habe die Pappe, die ich dafür verwendet habe noch mit vergilbtem, bedruckten Papier beklebt – das muss nicht sein, die Pappe sollte jedoch eine schöne, passende Farbe haben, z.B. braun. Den Türrahmen kannst du weiß streichen oder mit einem schwarzen Stift umranden, wenn du magst. Auch Türklinken etc. habe ich mit dem Stift angebracht. Wenn du zufrieden bist, klebst du alles fest und lässt den Kleber trocknen.

Vor dem endgültigen Aufkleben der Häuser kannst du noch einmal ein bisschen mit den Positionen spielen und schauen, wie es dir am besten gefällt. Dann aufkleben und trocknen lassen.

In der Zwischenzeit überlege dir, was du an Deko noch hinzufügen möchtest (in der Bildergalerie ganz unten findest du noch weitere Anregungen). Ich habe mich für einen kleinen Stapel Holz und einen Hauklotz, einen Lärchenzapfen als Tannenbaum und einen kleinen verästelten Zweig als winterlichen Laubbaum entschieden. Den Zapfen und das Ästchen habe ich ein bisschen weiß bemalt – das gibt ihnen ein schön frostiges Aussehen. Bringe alles in Position und leime es fest.

Zuletzt kommt jetzt noch der Schnee. Hier ist es völlig deinem Geschmack überlassen, wie viel Schnee du haben möchtest! Natürlich kannst du alles dick weiß bemalen. Ich mochte aber das Holz und dessen Struktur, so dass ich mich für eine dünne, unterbrochene Schneeschicht entschieden habe. Dafür nimmst du am besten einen Pinsel, der seine beste Zeit schon hinter sich hat und ziemlich zerzaust aussieht. Diesen tunkst du mit den Spitzen in die weiße Farbe und tupfst dann vorsichtig den Schnee auf. Wichtig ist, dass nichts regelmäßig aussieht! Bei mir sind die Leute aus den Häusern nach dem Schneefall schon mehrmals draußen gewesen, so dass die Wege vor dem Haus schon wieder frei sind ;-).

So, und jetzt Kopfkino einschalten und Urlaub machen! Wo willst du wohnen? Ich nehm das rote Haus, okay? Ach, das wolltest du schon? Na gut, das blaue gefällt mir auch. Wir treffen uns heute Abend mal zum Punschtrinken am Ofen, ja? Bis dahin!

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